| Tipps und Tricks und Fallen
Die SMS ist zwar häufig günstiger als das Telefonat, kostet aber auch seinen Preis. Die Menge machts!
Eine Kurznachricht wird nicht nach Wörtern bemessen und abgerechnet. Egal, ob deine SMS aus einem oder aus zwanzig Wörtern besteht, der Preis bleibt immer der Gleiche. Sinnvoll ist es, möglichst viel Information in eine Nachricht zu packen und möglicherweise Abkürzungen zu benutzen. Du solltest es dagegen möglichst vermeiden, Phrasen hin und her zu schicken z.B.
*huhu* *Wie gehts?* *och, ganz gut und selbst* *na ja, nicht so besonders* *warum?* *schreib gleich nen Test* *Na dann, viel Glück* *Danke, bis später in der Pause*
Na? Hast du mitgezählt? Jeder der beiden hat 4 SMS geschrieben = 4X ca.19 Cent = 76 Cent. 76 Cent für ein Gespräch, an das man sich nach der Pause, spätestens aber am nächsten Tag nicht mehr wirklich erinnert. Naja, 76 Cent, das ist ja nicht mal ein , das ist ja so wenig.
Wirklich?
Mal angenommen die beiden machen das so 2X am Tag. Dann sind wir schon bei 1,52 und bei 10,64 in der Woche. Im Monat währen das dann schon 45,75 (Bei einem Umrechnungsfaktor von 4,3) pro Person.
Das hört sich schon anders an, oder?
Schreibst du nur 5 SMS pro Tag, egal wie lang, zahlst du 28,60 im Monat, ohne, dass du auch nur eine Minute extra telefoniert hast. Das ist eine Menge Geld.
SMS schreiben macht einfach Spaß und das soll es auch. Dennoch solltest du das "SiMSen" im Griff haben.
Von allen Serviceleistungen der Mobiltelefonanbieter ist die SMS die unkalkulierbarste. Die SMS wird nur ein- oder zweimal in der Woche gebucht. Das heißt, du schreibst eine Nachricht, sendest sie und hast keinen Cent weniger auf dem (z.B.) Guthaben. Der Telefonanbieter sammelt die Nachricht darüber, wie oft du SMS versandt hast und zieht dann eine Komplettsumme von deinem Guthaben ab. (Bei Vertragsleistungen fällt häufig nicht so auf, dass die Abbuchung zeitversetzt läuft). Dadurch kannst du, trotz Guthabenkarte, mehr ausgeben als du hast.
SMS schreiben hat aber nicht nur Nachteile. Das beste Beispiel ist die
SMS als Anrufbeantworter. Konstruieren wir mal: Du hast deine Mailbox eingeschaltet. Ungefähr fünf Leute rufen dich am Tag an, davon erwischen dich zwei direkt am Telefon. Einer spricht dir auf die Box.
Das ist eine ganz schön teure Angelegenheit für euch alle.
- Die drei, die dich nicht erreichen, zahlen, weil die Box anspringt, mindestens ein paar Cent für ein Kurztelefonat. Zwei davon haben nicht mal etwas davon gehabt, weil sie dich persönlich sprechen wollten.
- Du zahlst fürs Abhören der
Mailbox, und das ist nicht billig.
- Zweimal hörst du lediglich eine Ansage wie: Anruf von 017?-Blabla Blabla, es wurde keine Nachricht hinterlassen. Und wenn der Anrufer eine Rufnummernsperre angeschaltet hat, dann weißt du noch nicht mal, wer es war. Für diese Ansage zahlst du auch wieder kräftig, denn die Einheiten-Uhr tickt.
- Auch hier heisst es: Die Menge machts!
Und was "zum Geier" hat jetzt die SMS damit zu tun?
Konstruieren wir noch mal: Deine Mailbox ist ausgeschaltet. Dieselben fünf Leute rufen dich an, wieder haben dich nur zwei von ihnen erreicht. Drei Anrufer gucken in die Röhre. Doch:
- Statt von einer langen Nachricht behelligt zu werden, die lediglich zum Inhalt hat, dass du gerade sowieso nicht erreichbar bist, geht der Ruf durch.
- Bis hier hin hat noch keiner unnötige Kosten verursacht.
- Ein Anrufer ist enttäuscht, er hätte dir so gern etwas auf der Box hinterlassen, du solltest ihn doch, so schnell es geht, zurückrufen. Da kommt ihm die zündende Idee, die Kurznachricht:
*Grüße, hier ist
., ruf bitte so schnell es geht, zurück, bin dann und dann, da und da zu erreichen. Ist echt wichtig, hab die Konzertkarten für heute Abend
*
oder so ähnlich.
- Nur ein einziger musste in die Geldbörse greifen und das war es ihm wert. Drei Leute (dich eingeschlossen) haben kräftig gespart und damit bestimmt einen weiteren Anruf in diesem Monat herausgeschlagen. Na, wenn sich das nicht gelohnt hat
Mit der SMS kann man vieles machen, man kann Bilder verschicken und Rundbriefe schreiben, man kann sogar Zeitungsartikel, Klingeltöne und Werbung erhalten. Per SMS kann man über eingegangene E-Mails informiert werden oder Urlaubsfotos bekommen.
Alles ist möglich, einiges davon macht sogar Sinn. Wichtig ist nur, die Kosten im Auge zu behalten, dann kann man jede Menge Spass mit der "Kurznachricht" haben.
Wenn du noch mehr über die SMS weißt, schreib uns eine E-Mail, vielleicht erscheint dein Beitrag dann auch hier im Netz. Schuldnerberatung@SKM-dortmund.de |