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S(i)MSen für Anfänger und Fortgeschrittene

Mit dem Handy können auch schriftliche Kurznachricht versendet werden, die so genannte  SMS.

Wie funktioniert das und worauf muss ich achten?

Jedes Handy hat in seinem Menue eine eigene Kategorie, die sich Mitteilungen, Kurznachrichten oder Nachrichten nennt.
Sobald man diese aufruft, erscheint auf dem  Display ein kleiner Cursor. Nun kann man mit Hilfe der Handytasten schreiben. Wenn eine Taste mit mehreren Buchstaben belegt ist, drückt man die Taste halt häufiger, um den richtigen Buchstaben zu erhalten. (Achtung: Manche Handys haben ein Programm, um ein Wort zu vervollständigen, Gebrauchsanweisung lesen.)

Anschließend kann die Kurznachricht gesendet werden. Auch das steht in der Gebrauchsanweisung.

Wie? Das wusstest du schon alles? Hm!

Dann mal schauen, ob du das hier auch schon alles weißt.

Tipps und Tricks und Fallen

Die  SMS ist zwar häufig günstiger als das Telefonat, kostet aber auch seinen Preis. Die Menge macht’s!

Eine Kurznachricht wird nicht nach Wörtern bemessen und abgerechnet. Egal, ob deine  SMS aus einem oder aus zwanzig Wörtern besteht, der Preis bleibt immer der Gleiche. Sinnvoll ist es, möglichst viel Information in eine Nachricht zu packen und möglicherweise Abkürzungen zu benutzen. Du solltest es dagegen möglichst vermeiden, Phrasen hin und her zu schicken
z.B.

*huhu*
*Wie geht’s?*
*och, ganz gut und selbst*
*na ja, nicht so besonders*
*warum?*
*schreib gleich nen Test*
*Na dann, viel Glück*
*Danke, bis später in der Pause*

Na? Hast du mitgezählt?
Jeder der beiden hat 4  SMS geschrieben = 4X ca.19 Cent = 76 Cent.
76 Cent für ein Gespräch, an das man sich nach der Pause, spätestens aber am nächsten Tag nicht mehr wirklich erinnert.
Naja, 76 Cent, das ist ja nicht mal ein €, das ist ja so wenig.

Wirklich?

Mal angenommen die beiden machen das so 2X am Tag. Dann sind wir schon bei 1,52 € und bei 10,64 € in der Woche. Im Monat währen das dann schon 45,75 € (Bei einem Umrechnungsfaktor von 4,3) pro Person.

Das hört sich schon anders an, oder?

Schreibst du nur 5  SMS pro Tag, egal wie lang, zahlst du 28,60€ im Monat, ohne, dass du auch nur eine Minute extra telefoniert hast.
Das ist eine Menge Geld.
 SMS schreiben macht einfach Spaß und das soll es auch. Dennoch solltest du das "SiMSen" im Griff haben.

Von allen Serviceleistungen der Mobiltelefonanbieter ist die  SMS die unkalkulierbarste. Die  SMS wird nur ein- oder zweimal in der Woche gebucht. Das heißt, du schreibst eine Nachricht, sendest sie und hast keinen Cent weniger auf dem (z.B.) Guthaben. Der Telefonanbieter sammelt die Nachricht darüber, wie oft du  SMS versandt hast und zieht dann eine Komplettsumme von deinem Guthaben ab. (Bei Vertragsleistungen fällt häufig nicht so auf, dass die Abbuchung zeitversetzt läuft). Dadurch kannst du, trotz Guthabenkarte, mehr ausgeben als du hast.

 SMS schreiben hat aber nicht nur Nachteile. Das beste Beispiel ist die
 SMS als Anrufbeantworter. Konstruieren wir mal:
Du hast deine  Mailbox eingeschaltet. Ungefähr fünf Leute rufen dich am Tag an, davon erwischen dich zwei direkt am Telefon. Einer spricht dir auf die Box.

Das ist eine ganz schön teure Angelegenheit für euch alle.

  1. Die drei, die dich nicht erreichen, zahlen, weil die Box anspringt, mindestens ein paar Cent für ein Kurztelefonat. Zwei davon haben nicht mal etwas davon gehabt, weil sie dich persönlich sprechen wollten.
  2. Du zahlst fürs Abhören der  Mailbox, und das ist nicht billig.
  3. Zweimal hörst du lediglich eine Ansage wie: „Anruf von 017?-Blabla Blabla, es wurde keine Nachricht hinterlassen“. Und wenn der Anrufer eine Rufnummernsperre angeschaltet hat, dann weißt du noch nicht mal, wer es war. Für diese Ansage zahlst du auch wieder kräftig, denn die Einheiten-Uhr tickt.
  4. Auch hier heisst es: Die Menge machts!

Und was "zum Geier" hat jetzt die  SMS damit zu tun?

Konstruieren wir noch mal:
Deine  Mailbox ist ausgeschaltet. Dieselben fünf Leute rufen dich an, wieder haben dich nur zwei von ihnen erreicht.
Drei Anrufer gucken in die Röhre. Doch:

  1. Statt von einer langen Nachricht behelligt zu werden, die lediglich zum Inhalt hat, dass du gerade sowieso nicht erreichbar bist, geht der Ruf durch.
  2. Bis hier hin hat noch keiner unnötige Kosten verursacht.
  3. Ein Anrufer ist enttäuscht, er hätte dir so gern etwas auf der Box hinterlassen, du solltest ihn doch, so schnell es geht, zurückrufen. Da kommt ihm die zündende Idee, die Kurznachricht:
    *Grüße, hier ist …., ruf bitte so schnell es geht, zurück, bin dann und dann, da und da zu erreichen. Ist echt wichtig, hab die Konzertkarten für heute Abend…*
    …oder so ähnlich.
  4. Nur ein einziger musste in die Geldbörse greifen und das war es ihm wert. Drei Leute (dich eingeschlossen) haben kräftig gespart und damit bestimmt einen weiteren Anruf in diesem Monat herausgeschlagen. Na, wenn sich das nicht gelohnt hat…

Mit der  SMS kann man vieles machen, man kann Bilder verschicken und Rundbriefe schreiben, man kann sogar Zeitungsartikel, Klingeltöne und Werbung erhalten. Per  SMS kann man über eingegangene E-Mails informiert werden oder Urlaubsfotos bekommen.

Alles ist möglich, einiges davon macht sogar Sinn. Wichtig ist nur, die Kosten im Auge zu behalten, dann kann man jede Menge Spass mit der "Kurznachricht" haben.

Wenn du noch mehr über die  SMS weißt, schreib uns eine E-Mail, vielleicht erscheint dein Beitrag dann auch hier im Netz. Schuldnerberatung@SKM-dortmund.de

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