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Schuldenprävention

Definition

  • Schuldenprävention bedeutet, die Entstehung von Überschuldung durch
  • systematische und strategische Aufklärungsarbeit zu verhindern.

Die Wirtschaft hat die Kaufkraft von Kindern und Jugendlichen (17,5 Mrd. € pro Jahr bei den 7- bis 15-Jährigen) längst erkannt und versucht mit immer neuen Strategien, Produkten und Trends eine Konsumorientierung und Kundenbindung zu erreichen. Bis zum 18. Lebensjahr sind Jugendliche per Gesetz geschützt, doch mit dem Erreichen der Volljährigkeit ist der junge Mensch voll geschäftsfähig und damit auch juristisch für sein Tun verantwortlich.

Vor diesem Hintergrund ist die Schuldenpräventionsarbeit besonders wichtig. Es gilt, bereits beizeiten praxisnah über das Thema Geld zu informieren und auf typische Schuldenfallen hinzuweisen, um so die Handlungskompetenzen junger Menschen zu erhöhen.

Damit Veranstaltungen zur Schuldenprävention effektiv sind, müssen sie entsprechend abgestimmt sein.


Planung

Die Planung und Durchführung von Schuldenpräventionsveranstaltungen hängt im Sinne didaktischer Konzeptionen von mehreren Faktoren ab:

  • das Thema (bzw. die thematische Einbettung)
  • die konkreten Ziele
  • die Zielgruppe
  • die räumlichen Voraussetzungen
  • die zur Verfügung stehende Zeit
  • die Arbeitsweise / Methoden, Medien

Eine gut vorbereitete Präventionsveranstaltung bedarf einer detaillierten Vorbesprechung (z.B. zu Themen, Zielgruppe, Voraussetzungen) mit den Verantwortlichen.

Themen / Inhalte können sein:

A) Sekundäre Prävention

  • „Auskommen mit dem Einkommen“ - Haushaltsplanung
  • „Mobil erreichbar“ - Das Handy
  • „Haste was, biste was“ - Werbung und Konsum
  • „Stromfreie Bude“ - Die eigene Wohnung
  • „Wieviel wagen für `nen Wagen?“ - Das erste eigene Auto
  • „Sicher ist sicher?“ - Versicherungen
  • „Borgen ohne Sorgen?“ - Bankgeschäfte und Kreditwesen

B) Tertiäre Prävention

01) Die Folgen einer Überschuldung
02)  Zahlungsverzug und Konsequenzen
03) Schuldner- und Insolvenzberatung


Schwerpunktziele der Schuldenprävention

  • Sensibilisierung für die Problematik
  • Verhinderung von Überschuldung
  • Vermeiden von Schäden und Nachteilen
  • Aufbau und Stärkung von Planungskompetenz
  • Stärkung von Handlungskompetenzen
  • Förderung der Eigenverantwortlichkeit
  • Förderung eines kompetenten Umgangs mit Geld
  • Abbau von Berührungsängsten

Die konkreten Ziele (Feinzeile) sind von weiteren spezifischen und individuellen Faktoren abhängig.


Die Zielgruppe

  • Kinder und Jugendliche
  • Schüler und Auszubildende
  • Teilnehmer/Innen an Bildungsmaßnahmen
  • Multiplikatoren (Eltern, Lehrer)

Die zur Verfügung stehende Zeit

  • Einmalige Veranstaltung (ca. 2 – 4 Stunden bzw. ganztägig)
  • Mehrtägige Veranstaltungsreihe
  • Projektzeit

Arbeitsweisen / Methoden, Medien
Der thematische Kontext, die Ziele, die Charakteristika der Zielgruppe, die räumliche Voraussetzung und die zur Verfügung stehende Zeit definieren die Arbeitsweisen / Methoden sowie die einzusetzenden Medien. Da die Prävention auf einer emotionalen Ebene agiert, sind möglichst die sozialsten Formen und ein vielfältiger Medieneinsatz zu empfehlen.


Vortrag / Referat
Gespräch Diskussion, Gruppengespräche
Partnerarbeit, Gruppenarbeit
Spiele, Rollenspiele
Gestalten


Medien
Tafel, Flipchart, Pinwand, Magnettafel
OH-Projektor, Folien
Video, Rekorder, Filme, Aufnahmen
Bücher Hefte
Zeitungen und Zeitschriften
Texte, Grafiken, Tabellen, Bilder, Zeichnungen
Papier, Kartonpaper, Stifte, Folienstifte, Scheren, Kebstoff usw.
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